Technische Kompetenz / Architektur
Architektur
Komplexität sichtbar machen, Verantwortungen sauber schneiden und Veränderung ermöglichen.
Mit der Frage beginnen
Architektur beginnt nicht mit einem Diagramm und nicht mit einem bestimmten Produkt. Am Anfang stehen Zweck, fachliche Aufgabe, Rahmenbedingungen und die Frage, welche Veränderung das System später ermöglichen muss. Daraus werden Systemgrenzen, Verantwortungen und relevante Qualitätsmerkmale abgeleitet.
Grenzen und Verantwortungen klären
Fachbereiche, Schnittstellen und Datenflüsse werden so geschnitten, dass Zuständigkeiten verständlich bleiben und eine Änderung nicht unabsehbar weiterwirkt. Technische Schichten sind dabei Mittel zum Zweck; entscheidend ist, dass die fachliche Verantwortung nicht in unklaren Abhängigkeiten verschwindet.
Entscheidungen nachvollziehbar machen
Architekturentscheidungen werden mit Kontext, Alternativen und Konsequenzen festgehalten. Passende Modelle und Diagramme machen Systemkontext, Abläufe und Vertrauensgrenzen sichtbar. So bleibt verständlich, warum eine Lösung gewählt wurde und unter welchen Bedingungen sie weiter gilt.
Für Veränderung und Betrieb entwerfen
Gute Architektur zeigt sich nicht nur im Entwurf. Sie unterstützt inkrementelle Lieferung, Vertical Slices, automatisierte Prüfungen, sichere Integration und einen verlässlichen Betrieb. Security by Design, Datenschutz, Fehlerverhalten, Beobachtbarkeit und Wiederherstellbarkeit werden deshalb früh mitgedacht.
Standards mit Augenmass einsetzen
Etablierte Standards und bewährte Muster schaffen eine gemeinsame Sprache und ersparen es, bekannte Fehler noch einmal zu machen. Sie werden dort eingesetzt, wo sie die Aufgabe unterstützen. Wo bewusst davon abgewichen wird, ist die Abweichung als solche gekennzeichnet und begründet.
Architektur in KI-Skills übersetzen
Dieselben Grundsätze stecken in den selbst entwickelten KI-Skills: Kontext klären, Grenzen sichtbar machen, Entscheidungen festhalten, Nachweise führen und Abweichungen kennzeichnen. So unterstützen die Skills nicht nur die Erstellung von Lösungen, sondern auch deren nachvollziehbare Weiterentwicklung.